von 1998

 

 

                                      

Hamburg Marathon 2005: Wir waren dabei!

Auf dieser Seite gibt es Fotos und Erlebnisberichte der Läufer!

König        Aufgussmeister        Jugendwart        Botschafter       Finanzminister

 

Das Unternehmen Marathon:

Das war natürlich ein Riesen-Projekt. 42,195 km in 3:30:39 H. Klasse Gefühl! Ich habe es geschafft den ersten Marathon zu laufen. Die Ziellinie vor den Augen , tausende von Zuschauern die einen anfeuern und zu jubeln - das war mehr als nur harte Brustwarzen und Gänsehaut-Feeling  - einfach WAHNSINN !! Ich gebe zu: ich hatte sogar ein bisschen Pipi in den Augen.
Aber nicht nur dieser Tag war schön. All die Tage an denen wir zusammen trainiert haben (Volker, Jörg, Lars, Christian und Oliver ), das hat viel Kraft gekostet, aber es hat immer viel Spaß gemacht. Ein großes DANKESCHÖN unseren Frauen und Familien, die uns immer die Zeit zum Trainieren gegeben haben.
Super Stolz bin ich natürlich  auch auf Jörg, Lars ,Volker und  Olli: SUPER, super Leistung jeder in auf Weise HUT AB!!!
 

Gruß Der König

 

  


 

oben

 

Ein Ziel ist erreicht:

Die Idee einen Marathon zu laufen, ist nach dem Wasalauf 2004 entstanden und ich bin sicher viele haben uns anfänglich belächelt. Nach dem Trainingswinter aber hat wohl jeder, der uns trainieren sah, gemerkt dass wir die Sache ernst meinten. Tja, und jetzt ist es geschafft! - Wie der König schon sagt: Wahnsinn!!!  - Diese Stimmung an der Strecke, der Spass, den ich mit meinen treuen Begleitern Volker und Lars hatte (jedenfalls die ersten 25 km), werde ich mit Sicherheit nie vergessen. Allerdings werde ich mich aber auch immer an die letzten 7 Kilometer erinnern, bei denen mich ein kleiner Mann in meinem Ohr immer wieder fragte, warum ich das eigentlich tue! - Aber ich bin angekommen und bin super stolz ! Auf mich, aber natürlich auch auf Volker und Lars! - Vielen Dank auch an unsere Fans (insbesondere an Schmusi), die mich an verschieden Stellen der Strecke immer wieder motiviert und bei dieser Gelegenheit die Hamburger U-Bahn genaustens kennen gelernt haben!

Viel Spaß hat dann auch die After-Marathon-Party gemacht! Viele Grüße an Annett, ihren Mann, sowie an die Berliner und Mecklenburger, sowie die Hamburgerinnen!

Na und last but not least bin ich tierisch stolz auf Tobias und Olli, die wirklich Wahnsinns-Zeiten gelaufen sind!

Liebe Grüße

euer Aufgussmeister

 

     

oben

 

Mein Marathon:

 Sonntag früh in Hamburg. 9.15h bei bestem Wetter nahe der Startlinie. Die Saunabrüder wären dann soweit, es könnte losgehen. Alle sind gefettet und geschmiert. 2 Renner – 3 Spaßvögel…

 Ab geht´s - hier geht heut was…

 2 Kurven und ruckzuck sind wir auf der Reeperbahn, an schlafenden Besoffenen vorbei geht es die Strasse runter in Richtung Hamburgs bessere Gegend. Wir beginnen unseren Spaßlauf mit Gesang und der Aufforderung an das Balkonpublikum beide Hände zum klatschen zu benutzen, was doch glatt einen älteren Mann (Herr geht hier nicht) zu der nicht ganz freundlichen Frage verleitet „ob wir nicht mal die Schnauze halten könnten?“ „Hey nee geht grad nicht…“ er quält sich ein verklemmten „EFFE-Finger“ raus und verschwindet in einem Gully, während dem Sportkamerad Lars-Hendrik fast der Hals geplatzt wäre. Was von einer Frau mit Grinsen und freundlicher Aufmunterung quittiert wird.

 Wir liegen also richtig – hier geht heut was…

 Wir sind in der Elbchaussee. Vornehme Villen, zahlreiche Kinderhände links und rechts (die es abzuklatschen gilt), interessiert guckende Neureiche und schicke Vorgärten.

Der „Flieger“ kurvt von links nach rechts um auch wirkliche alle Hände zu erwischen und eine Laufpolonäse wird präsentiert. Die Leute freuen sich. Und wir uns erst. So kann es weitergehen. Unglücklicherweise sind wir aber erst bei Km 6… Ein besorgter – und er sollte Recht behalten – dreinschauender Aufgussmeister  mahnt zur Ruhe im Glied: „Ihr werdet alle Kräfte brauchen.“ „Er nu wieder“, denkt sich der Botschafter und unter unter lautem „Tschaka“-Schrei und Tarzan-Bewegungen geht´s jetzt erst Recht rund. Und der Jugendwart? Logo – hinterher. Hier geht ja heut schließlich was.

Dann was wirklich skurriles… Die interessiert guckenden Neureichen, immer noch an der Straßenfront, erfreuen sich an den Läufern und nur ein paar Meter weiter urinieren Ihnen selbige auf das Anwesen. Arzt oder Anwalt – Urinegal…

 Kurz nach Km10 biegen wir auf die Hafenstrasse ein. Ein wirklich geiler Ausblick, da es bergab geht, auf die Menschenmengen, Blohm + Voss und ein Beifallsorkan, dass man eine Gänsehaut bekommt. Gigantisch…Dann unsere Eldinger Fans – sie haben uns gesehen und feuern uns an. Das motiviert und wir sind sicher – hier geht was…

 Der Aufgussmeister weist auf eine auf der Strasse liegende Sonnenbrille hin, was den Jugendwart zu einem Spontanschlenker zwecks Aneignung selbiger ermutigt. Irgendwie kommt uns dann auch noch einer entgegen, der seine Sonnenbrille sucht, was wir aber ignorieren.  Wie kann man nur so schusselig sein…?

 Beim Tunneldurchlauf kurz vor den Binnenalster drückt die Blase. Oooch nee. Nicht jetzt schon…. Die Schritte werden kleiner, aber irgendwann am Jungfernstieg in einer Baustelle wird dann der Bagger beregnet. Ein zweiter Läufer gesellt sich dazu. Man schaut sich erleichtert an – jaaa hier geht was…

 Ca. bei Km 17 berühren sich die Strecken fast. Musikklänge von irgend´ner Band und die Ansagen derer die grad den Zieleinlauf in Angriff nehmen. Ist das fies? Wir sind ja noch nicht mal halb rum…

 An der Außenalster vorbei, Richtung City Nord führt der Lauf. Überall Menschenmassen die einen anfeuern und nach vorne bringen. Die Spaßaktivitäten werden weniger, die Kraft auch. 20 Km, alles ist noch ok,

 Irgendwann später in Barmbeck werden wir (mittlerweile mit hungrigem Blick) im Vorbeilaufen zu Kaffee + Kuchen (Sekt stand da auch) eingeladen…

 Inzwischen tut das linke Knie weh. Das wird schon wieder, denk ich. Na klar, bei Km 30 kommt das Rechte dazu. Ist auch besser so, wenn schon Schmerzen, dann wenigstens überall… Der körperliche Verfall beginnt und wird von Schildern wie „Quäl Dich Du Sau“ oder dem Plakat über einer Tribüne „Wir haben schon geduscht“ quasi noch beschleunigt.

Es geht die Alsterkrugchaussee runter vorbei an vollen Massagebänken – oh Mann, ich bin total k.o. und mein Kreislauf ist ein wenig durcheinander. Aufgussmeister und Botschafter hab ich verloren da ich ein wenig langsamer machen musste - auch gehen. Irgendwann geht´s wieder und ich laufe weiter… Richtung Rothenbaum…

Ist der Lang und geradeaus… Ich beiße mich durch und kämpfe – und hier soll was gehen?

 2 Km vor dem Ziel läuft ein Ordner neben mir her und feuert mich an. Erst auf deutsch und dann (komischerweise) auf englisch. Er kommt näher – man hat der ne Fahne, er ist granatenvoll!!!

 Es geht Richtung Ziel! Man bin ich froh. Ich schimpfe ein wenig mit mir selber (was mich wohl geritten haben mag, und so…), aber das Publikum feuert einen so super an, dass man die Strapazen vergisst. Ich bin im Ziel! Wahnsinn! Die Saunabrüder stehen da und haben auf mich gewartet – darüber hab ich mich sehr gefreut und möchte mich an dieser Stelle dafür bedanken: Danke Jungs!

 

Der Jugendwart

 

     

oben

 

 

 

Ein Botschafter beim Hamburg-Marathon

 

Es war einmal, einer der in die Welt auszog um ein Marathon zu laufen. Sie nannten ihn Botschafter. Er war einer von 8 Saunabrüdern zu Eldingen. Bei den Saunabrüdern handelt es sich um fleißige Gesellen, die nichts lieber mögen, als bei einem gemütlichen Saunaabend sich schöne Geschichten zu erzählen, dabei die Saunakunst zu frönen und ein Gerstensaft zu genießen. Da wie jeder weiß, auch die schönsten Geschichten mal ein Ende haben, müssen neue Geschichten entstehen. So kam es zu dem Marathon und dem Botschafter.

  „Das nächste Mal, Laufen wir den Marathon in Hamburg“, verkündete der Aufgussmeister nach dem Erfolg des `Wasa-Laufes`, der traditionell mit Badelatschen und Bademantel von den Saunabrüdern gelaufen wird.

 „Größenwahn“, dachten seine Weggefährten, die Saunabrüder zu Eldingen. „Wenn du läufst, laufe ich schon lange“, konterte der Botschafter. Der sonst so zurückhaltende und schüchterne junge Mann konnte nicht riechen, dass der Aufgussmeister das ernst meinte, eine Strecke von 42,195 km zu laufen.

So entstanden die ersten schönen Geschichten der Vorbereitung für den gemütlichen Saunaabend. Des Öfteren wurden nun auch Essen und edle Tropfen gereicht.

Da standen 5 von 8 Saunabrüdern, an einen frühen, kalten aber sonnigen Frühlingsmorgen am Start vom Hamburger Marathon. Der König, Finanzminister, Jugendwart, Aufgussmeister und der Botschafter standen bereit für die Herausforderung „Marathon“. Der so geliebte Präsident wollte für Stimmung in den Zuschauermassen sorgen. Die Herren Webmaster und Gründungsmitglied waren familiär verhindert.

Unsere fünf Helden waren voller Motivation und der festen Überzeugung den Marathon zu bezwingen. So ließen sie sich feiern, feierten selber mit, verscheuchten alte, meckernde Greise und fanden auch noch Zeit, mit so mancher holden Maid zu flirten. Sie fühlten sich so gut, dass auch viel Schabernack getrieben wurde.

Lobe nicht den Tag, wenn der Abend noch nicht vorbei ist.  Aber es kam, wie es komme musste! Die Kräfte ließen nach. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Beim Botschafter mehr. So nutze er jede Gelegenheit aus, sich auszuruhen. Aber es kam der Punkt, wo der Geist noch willig, aber dass Fleisch zu schwach war. Alle Motivationsparolen brachten nichts. Er konnte nicht mehr, obwohl dass Ziel in greifbarer Nähe gewesen war.

Spare die Kraft, wenn das Ende noch nicht da ist. Dies hat der Botschafter nicht berücksichtigt. So ging, bzw. kroch der Botschafter alleine seiner Wege. Ihm fielen alle seiner Sünden ein, die er zuvor begangen hatte. Ihn blieb nichts anderes übrig, er musste laufen! So holte er seine letzten Kraftreserven aus seinen Knochen und schaffte das, was er und viele andere nicht mehr geglaubt hatten: mit Bravour lief er durch das Ziel!

Die Zuschauermassen tobten vor Freude und ließen ihm, als Anerkennung für die Bewältigung dieser großen Herausforderung, einen Orden zukommen, der auch für Nachwelt seine Leistung würdigt. Für ihn war es nun vollbracht, der Marathon ist geschafft! Er nahm sich für die Zukunft folgendes vor: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!“

 

 

oben

 

 

Laufe ich, oder laufe ich nicht?

Nach meinem kleinen Missgeschick zwei Wochen vor dem Start quälte mich nur dieser Gedanke. Bis zum letzten Tag schob ich die Entscheidung auf. Dann das tolle Wetter, die Begeisterung der vielen Zuschauer und natürlich im Rausch der Warmen Brüder …. ich konnte nicht anders. Und es hat sich gelohnt. Mit dem König zusammen, entlang den Landungsbrücken, am Fischmarkt vorbei,  unbeschreibbar dieses Gefühl, eine Gänsehaut läuft mir am Rücken runter.

Nach 30 km ließ ich den König dann ziehen mit den Worten „ich schaffe das“. Stets auf der Suche nach unserem Getränkepersonal ging es dann weiter Richtung Ziel. Ungefähr bei km 38 war es Udo der mir meine Isostarflasche reichte. (Udo danke noch einmal). Die letzten Kilometer waren hart, nur immer weiter laufen, nicht aufhören, laufen laufen laufen. Die vielen Zuschauer nahm ich nur bedingt war. Alles war egal, ich will jetzt da sein. Die letzten hundertfünfundneunzig Meter (können ganz schön lang sein) nur noch ein Gedanke: ich hab es geschafft. Dann höre ich meinem Namen von dem Stadionsprecher ansagen, ich reiße die arme hoch und genieße den Beifall der Zuschauer Ich bin völlig geschafft aber überglücklich im Ziel.

Glückwunsch an meine warmen Brüder die es auch geschafft haben. Eine tolle Leistung. Sowie allen anderen, die diesen oder einen anderen Marathon gelaufen sind, Sie haben meinen Respekt.

Euer Finanzminister 

 

           

oben